Kennzahlenvergleich EGH

Die überörtlichen Sozialhilfeträger in Deutschland erstellen in Zusammenarbeit mit con_sens Consulting seit 1998 regelmäßig den Kennzahlenvergleich zu Wohn- und Arbeits- bzw. Beschäftigungsangeboten für Menschen mit Behinderung – bis 2008 alle zwei Jahre, danach im jährlichen Turnus. Um das Leistungsgeschehen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung möglichst transparent zu machen, werden eigens entwickelte und definierte Merkmale, die von der amtlichen Statistik nicht abgedeckt werden, bei den überörtlichen Sozialhilfeträgern erhoben.


Die Ausführung des SGB XII obliegt den einzelnen Ländern. Es bestehen von Land zu Land unterschiedliche Aufgabenzuordnungen zwischen Bundesland, überörtlichem und örtlichem Träger der Sozialhilfe. Häufig sind Landesämter oder Kommunalverbände als überörtliche Sozialhilfeträger zuständig, teilweise auch die Sozialministerien. In Bayern sind es die Bezirke, in Nordrhein-Westfalen die Landschaftsverbände, die mit dieser Funktion betraut sind. Bundesweit gibt es 23 überörtliche Sozialhilfeträger, die sich zur Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Sozialhilfeträger (BAGüS) zusammengeschlossen haben.


Die BAGüS erstellt jedes Jahr den Kennzahlenvergleich zur Eingliederungshilfe. Seit 2014 haben erstmals alle 23 überörtlichen Sozialhilfeträger Daten geliefert. Zudem können nicht sämtliche Teilnehmer alle Daten in der gewünschten Differenzierung liefern, sodass sich Kennzahlen häufig nur auf eine Teilmenge der Sozialhilfeträger beziehen. Eine Aufsummierung oder ein direkter Vergleich über verschiedene Leistungsbereiche ist dadurch teilweise erschwert oder nur eingeschränkt möglich. 



Behinderungsformen stationär

Zu sehen ist eine beispielhafte Darstellung aus dem Bericht des Kennzahlenvergleiches 2015. Diese gibt den Anteil der primären Behinderungsform im stationär betreuten Wohnen an. Demnach wird die Leistungsform überwiegend von Menschen mit geistiger Behinderung genutzt.