Eingliederungshilfe

Die Eingliederungshilfe ermöglicht Menschen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt sind, eine angemessene Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft. In Zeiten von Schuldenbremse und demografischem Wandel steht die Eingliederungshilfe als Teilbereich der Sozialhilfe wegen steigender Fallzahlen und Ausgaben in einem besonderen Fokus der Öffentlichkeit. Die Behindertenpolitik in Deutschland steht vor wichtigen Weichenstellungen wie etwa der Reform der Eingliederungshilfe, der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes oder der Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

 
Der Meinungsbildungsprozess zur Reform der Eingliederungshilfe im Rahmen eines Bundesteilhabegesetzes erfolgte unter großer Beteiligung der Menschen mit Behinderung, der Verbände, den Ländern, den kommunalen Spitzenverbänden, der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS), etc. Die erste von vier Reformstufen des Bundesteilhabegesetzes ist zum Jahresbeginn 2017 in Kraft getreten. Der Umstellungsprozess soll mit Inkrafttreten der vierten Reformstufe im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Bei den erforderlichen Einschätzungen zu den Reformauswirkungen hinsichtlich Fallzahl- und Ausgabenentwicklung wird häufig auf Daten aus dem Kennzahlenvergleich der überörtlichen Sozialhilfeträger zurückgegriffen.
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